Ein iPad kann im Kunstunterricht eine große Unterstützung sein. Die vielfältigen und kreativen Einsatzmöglichkeiten des iPads bereichen meinen Kunstunterricht bereits seit vielen Jahren. Im Folgenden erkläre ich fünf gute Einsatzmöglichkeiten für das Fach Kunst.

1. Themeneinführung mit dem iPad

In meinem Kunstunterricht ist jedes Kunstprojekt in einer seperaten Keynote-Präsentation aufbereitet. Darin sind sowohl ein theoretischer Input, als auch die benötigten Materialien und natürlich auch eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit vielen Bildern und sogar Videos enthalten. Einen detaillierten Artikel zum Aufbau meiner Kunstpräsentationen findest du HIER!

Viele meiner Kunstprojekte gibt es inklusive Kopiervorlagen bei Eduki zu kaufen! Die Präsentationen bzw. Materialpakete beinhalten alles, was für das jeweilige Thema notwendig ist. Damit kann (auch im fachfremden) Kunstunterricht nichts mehr schief gehen!

2. Vorlagen und Zeichenanleitungen finden

Sobald das Thema ausführlich vorgestellt und besprochen wurde, startet in meinem Unterricht immer die Planungsphase für das jeweilige Kunstprojekt. In dieser Phase verwenden die Kinder ihre iPads dazu, um sich noch zusäztlich im Internet von Bildern berühmter Künstler*innen inspirieren zu lassen. Besonders für kreative Arbeiten bietet sich Pinterest an.

Sehr empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch die App „Google Arts and Culture“. Hier kann man sich die berühmtesten Kunstwerke in hochaufgelösten Scans ansehen, virtuell die wichtigsten Museen der Welt besuchen und vieles mehr. Dazu habe ich bereits HIER einen ausführlichen Artikel verfasst.

3. Das iPad für Skizzen verwenden

Eine weitere Einsatzmöglichkeit des iPads im Kunstunterricht ist das schnelle Erstellen von Skizzen. Das Skizzieren von spontanten Idee soll dazu dienen die eigenen Visionen schnell und unmittelbar auf „digitales Papier“ zu bringen. Das digitale Skizzieren hat dabei zahlreiche Vorteile. Man benötigt weder Stifte noch Papier, die Zeichnungen können sofort coloriert werden und alles kann sofort einfach per Screenshot abgespeichert werden. Zusäztlich können auch mehrere Skizzen gleich digital miteinander kombiniert werden.

Auf unseren Schüler*innengeräten ist die App Autodesk SketchBook bereits ab Schulanfang vorinstalliert. Sie verwandelt das Tablet in ein professionelles Zeichenbrett. Trotz der vielfältigen Angebote bzgl. des Werkzeugs und der Einstellungen, ist die Nutzeroberfläche übersichtlich gestaltet. Die App bietet auch das Arbeiten in Layern, also mehreren Ebenen.

Als Zwischenarbeit für besonders schnelle Kinder empfiehlt sich die Seite DragoArt.com. Auf dieser Seite findet man unzählige kostenlose Zeichenanleitungen und es gibt sogar einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad für die Motive.

4. Arbeiten dokumentieren mit dem iPad

Um die Arbeitsaufträge zu strukturieren und zu dokumentieren verwende ich in meinem Unterricht die Lernplattform MS Teams. Alle Kunstprojekte und sonstigen Arbeitsaufträge werden nach der Beendigung von den Schüler*innen gescannt und als PDF wieder hochgeladen. Die Benotung erfolgt dann aufgrund der dort abgegebenen Arbeiten.

Zusätzlich haben die Kinder und Jugendlichen auf diese Weise auch gleich eine eigene Sammlung ihrer Arbeiten des gesamten Schuljahres parat, auf die sie stolz sein und die sie zuhause herzeigen können bzw. auch gleich auf sozialen Netzwerken präsentieren können.

5. Filme erstellen mit dem iPad

Eines der größten Trumphe, die das iPad zu bieten hat, ist die Möglichkeit auf einfachste Art und Weise Filme aller Art zu erstellen. Wofür man früher eine Digitalkamera, eine Mikrofon, ein Videoschnittprogramm brauchte, reicht mittlerweile ein iPad aus.

Zwei Klassiker in meinem Kunstunterricht sind die Erstellung von Filmtrailern in iMovie und Stop Motion-Filmen mit der kostenlosen Version der App Stop Motion Studio. Mithilfe der ebenfalls kostenlosen Apps GarageBand und iMovie können die Aufnahmen dann auch noch geschnitten und mit zusätzlichen Effekten verbessert werden. Auch die Aufnahme einer Tonspur und die Hinterlegung eines Videos mit Soundfiles (sogar lizenzfrei!) ist problemlos möglich.

Fazit:

Das iPad ist seit vielen Jahren ein große Bereicherung für meinen Kunstunterricht und ich möchte nicht mehr darauf verzichten. Ein gutes W-Lan vorausgesetzt kann es in Planungsphase ebenso gut verwendet werden, wie in der Nachbereitung der Kunstprojekte. Wer ebenfalls tolle Kunstprojekte auf dem iPad haben möchte, schaut am besten gleich bei meinen Kunstmaterialien bei Eduki vorbei!

Bildquelle – Titelbild: Anthony Brown – stock.adobe.com, Standardlizenz, erworben im Rahmen des kostenlosen Monatabos


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