Smartphones und Tablets verwenden mittlerweile schon Kleinkinder. Als „Digital Natives“ sind sie von klein auf bestens mit dem Internet und digitalen Endgeräten vertraut. Das bedeutet aber nicht, dass Kinder und Eltern auch wissen, wie sie an altersadäquate Inhalte und kindgerechte Informationen kommen können.

Die Wikipedia ist aufgrund ihrer sprachlichen Komplezität natürlich nicht die erste Anlaufstelle für kindgerechte Informationen im Internet. Dafür gibt es weitaus bessere Websites – sogenannte Kinderwikis – und sogar spezielle Kindersuchmaschinen die wir uns jetzt einmal genauer ansehen werden. Die Seiten eignen sich vor allem für Kinder der Grundstufe und der Sekundarstufe 1.

Warum man Kindersuchmaschinen verwenden sollte

Der Hauptgrund, warum Kinder grundsätzlich Kindersuchmaschinen verwenden sollten, liegt auf der Hand. Diese werden nämlich redaktionell betreut. Das heißt Expert*innen untersuchen die Inhalte nach ihrer Glaubwürdigkeit und Alterseignung und treffen so eine Vorauswahl an Internetseiten. Nur geeignete Seiten werden in die sogenannte Whitelist aufgenommen und schließlich von den Suchmaschinen angezeigt. So kann verhindert werden, dass in der Ergebnisliste Werbeplattformen oder problematische Webseiten mit rassistischen, gewaltverherrlichenden oder pornografischen Inhalten auftauchen.

Ähnlich verhält es sich bei sogenannten Wikis, also Internet-Lexika, an denen die Nutzer*innen selbst mitschreiben können. Auch hier gibt es spezielle Versionen nur für Kinder, bei denen die Themen und Inhalte nicht nur begrenzt, sondern die Artikel auch kurz und leicht verständlich sind.

Vorteile von Kindersuchmaschinen:

  • Die Kinder werden aufgrund der gefilterten Inhalte nicht von komplexen Inhalten und Fremdworten „erschlagen“. Die kindgerechte Sprache ermöglicht eine gute Aufnahme der gefundenen Informationen.
  • Es besteht ein geschützten Surfraum für die Kinder, der kontinuierlich von speziell ausgebildeten RedakteurInnen überprüft wird.
  • Durch eine begrenzte Anzahl an Linkempfehlungen, die auf ihr Interesse und ihren Entwicklungsstand zugeschnitten sind, wird die Suche der Kinder stark vereinfacht. Bei der Kindersuchmaschine Blinde Kuh kennzeichnet ihre Seiten sogar durch eine Altersangabe.
  • Die Gefahr, dass Kinder in Kostenfallen tappen oder auf Seiten stoßen, die nur Werbezwecken dienen und es ausschließlich auf die persönlichen Daten der User abgesehen haben, wird so minimiert.

Welche kostenlosen Kinder-Wikis gibt es?

– Klexikon

kindgerechte Informationen

Das Klexikon ist – wie die Seite selbst von sich behauptet – die kleine Schwester der Wikipedia, also ein Wikipedia für Kinder! Vom Layout der Startseite, bishin zum Aufbau der Artikel unterscheidet sich das Klexikon natürlich in der Länge und der Inhalte der Artikel von seiner „großen Schwester“. Außerdem wird hier verstärkt Wert auf Artikel gelegt, die für Kinder von Interesse sind.

– Kiwithek

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Die Kiwithek ist ebenfalls ein Wikipedia für Kinder und stark mit dem Klexikon vergleichbar. Allerdings handelt es sich hier um einen österreichischen Anbieter mit starkem Fokus auf Österreich, darum eignet sich die Seite insbesondere für österreichische Kinder und Jugendliche. Hier gibt es beispielsweise sogar eine eigene Kategorie für österreichische Geschichten und Sagen aus allen Bundesländern.

– Grundschulwiki

kindgerechte Informationen

Im Grundschulwiki sind die Artikel noch kürzer und einfacher geschrieben als beim Klexikon oder bei der Kiwithek. Die Inhalte eignen sich also ideal für Erstleser, Grundschulkinder und DAF/DAZ-Kinder. Noch eine Besonderheit: Viele Beiträge sind sogar von Grundschüler*innen selbst geschrieben!

kostenlose Kindersuchmaschinen

– Blinde Kuh

kindgerechte Informationen

Blinde Kuh ist die erste deutschsprachige Suchmaschine für Kinder. Die Suchmaschine gibt es bereits seit dem Jahr 1997. Sie ist für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gemacht. Sie können entweder eine Suchanfrage in die Suchleiste eingeben oder in bestimmten Themenbereichen suchen. Nach der Suche listet die Suchmaschine eine Ergebnisliste mit für Kinder geeigneten Links auf.

– Helles Köpfchen

kindgerechte Informationen

Helles Köpfchen ist ebenfalls ein guter Tipp für eine Kindersuchmaschine. Der Aufbau ist ähnlich wie bei „Blinde Kuh“. Hier gibt es außerdem auch noch eigene Zeitungsartikel der Redaktion und die Kids können z.B. hier auch nachschauen, wie das Wetter wird. Links zu vielen Spielen im Internet gibt es auch!

– Frag Finn

kindgerechte Informationen

Frag Finn gehört neben den Seiten „Helles Köpfchen“ und „Frage Finn“ ebenfalls zur „heiligen Dreifaltigkeit“ der Kindersuchmaschinen. Das Besondere ist hier: Die Seite ist barrierefrei und neben der Suchfunktion gibt es dort auch eigene Artikel und Videos sowie kleine Online-Spiele für Kinder. Somit kann die Seite als eine Art Wissensplattform für Kinder bezeichnet werden.

Find-das-Bild: Die Bildersuche für Kinder

kindgerechte Informationen

Kostenlose Bilder im Internet zu finden ist nicht einfach. Die Seite „Find das Bild“ ist eine Möglichkeit der Bildersuche, die speziell für Kinder gemacht ist. Die über 6.000 Bilder können auch gleich direkt heruntergeladen und z.B. für Hausaufgaben oder Referate bedenkenlos verwenden. Die Seite ist ein privates Projekt von Michael Schnell.


Eine Sammlung mit App-Tipps zum Downloaden gibt es HIER!